Soziale Innovationen in Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung

Bauen und Wohnen stehen in Zeiten der Klima- und Ressourcenkrisen, sich verändernden Wohnbedürfnissen und Flächennutzungsansprüchen vor umfangreichen gesellschaftlichen Herausforderungen. Angesichts dieser komplexen Zusammenhänge kommt es nicht nur auf technische Lösungen an, sondern auch soziale Innovationen müssen verstärkt in den Fokus gerückt werden.

Das Forschungs- und Umsetzungsprojekt SInBa untersucht deshalb in den nächsten fünf Jahren die Rolle von sozialen Innovationen bei der Umsetzung von Klima- und Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. Dabei werden verschiedene soziale Innovationen in zwei Städten – Mannheim und Wuppertal – analysiert, erprobt und auf ihrem Weg aus der Nische in die Breite begleitet.

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Aktuelles 

11.01.2024

SInBa-Begleitkreise in Mannheim und Wuppertal konstituiert

Begleiten, unterstützen, empfehlen – das sind die Aufgaben der beiden Begleitkreise in Mannheim und Wuppertal.

Als Mitglieder der Begleitkreise wurden in den beiden Städten lokale Akteur*innen ausgewählt, die eine fachliche Expertise im Bereich des klimagerechten und klimaneutralen Bauens und Wohnens mitbringen sowie die Akteurs- und Projektlandschaft vor Ort kennen. Die Mitglieder der Begleitkreise bringen Perspektiven aus Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Energieversorgung, Architektenschaft und Zivilgesellschaft ein …

Das Projekt

Im Pilotprojekt SInBa beschäftigen wir uns mit der Rolle von sozialen Innovationen für ein klimaneutrales/-gerechtes Bauen und Wohnen in Städten. Uns treibt die Frage an, wie soziale mit technologischen und baulichen Innovationen verknüpft werden können, damit ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen des Bauens und Wohnens in Einklang gebracht werden können.   

Dabei arbeiten wir in einem transdisziplinären Projektteam aus Wuppertal Institut, inter3 und den Städten Wuppertal und Mannheim zusammen. Wir entwickeln passgenaue soziale Innovationen in den Praxisstädten und erproben diese in Realexperimenten. Zudem begleiten wir ausgewählte soziale Innovationen im Sinne des Innovationsmanagements vor Ort von der Nische in die Breite. 

Aufbau

Das Projekt SInBa ist über fünf Jahre angelegt (2023-2027). Zu Beginn untersuchen wir soziale Innovationen lokal und überregional und treffen eine Auswahl für die beiden Städte. Im weiteren Verlauf richten wir sogenannte „Reallabore“ in den beiden Städten ein, in denen diese sozialen Innovationen realexperimentell erprobt und mit Hilfe des Innovationsmanagements skaliert und transferiert werden können. Begleitend analysieren wir die Bedarfe von Innovationen im Verwaltungshandeln und reflektieren allgemeine Transformationserfordernisse. Unser Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse mittels Transferkonzepten zu verbreiten und erfolgreiche soziale Innovationen zu verstetigen.

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Was sind soziale Innovationen?

Soziale Innovationen (SI) beschreiben die intentionale Neukonfiguration bzw. Neukombination sozialer Praktiken, die darauf abzielen, gesellschaftliche Probleme oder Bedürfnisse besser zu lösen bzw. zu befriedigen, als dies auf der Grundlage etablierter Praktiken möglich ist. Die Veränderung sozialer Praktiken hat dabei keinen fest definierten Endzustand; soziale Innovationen sind entsprechend als komplexer Prozess zu verstehen.

Partnerstädte

Partnerstädte im Projekt SInBa sind Mannheim und Wuppertal. In enger Kooperation mit den Stadtverwaltungen werden soziale Innovationen vor Ort erprobt.

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Projektteam

Das Projektteam besteht aus den wissenschaftlichen Einrichtungen Wuppertal Institut und inter 3 sowie den beiden Modellstädten Wuppertal und Mannheim.

Kontakt 

SInBa-Projekt
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Döppersberg 19
42103 Wuppertal
E-Mail: sinba@wupperinst.org